17/01/2010 13.29.59



D: Käßmann erwartet „nichts“


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Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischöfin Margot Käßmann, erwartet von Papst Benedikt XVI. in der Ökumene „nichts“. „Wenn etwas zu erwarten gewesen wäre, hätte sich das bis jetzt gezeigt“, sagte sie am Sonntag in Berlin. Käßmann äußerte sich auf eine Frage des Linken-Politikers Gregor Gysi bei einem Bühnengespräch im Deutschen Theater. Weitere Aussagen zu Papst oder Vatikan machte sie nicht. Die 51-jährige Käßmann äußerte sich aber auch zur Frage der eucharistischen Gemeinschaft von Katholiken und Protestanten. Sie wünsche sich schon, es noch zu erleben, mit einem katholischen Bischof Abendmahl zu feiern. Aber sie respektiere, dass es zur Zeit keine Abendmahlsgemeinschaft gebe, sagte sie unter Verweis auf Unterschiede beider Kirchen im theologischen Grundverständnis. Sie wünsche sich auch, dass diese Frage beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) im Mai 2010 in München zum Thema werde. Die Kirchen, so Käßmann weiter, sollten zu „versöhnter Verschiedenheit“ und damit auch zur Mahlgemeinschaft kommen.
(kna 17.01.2010 sk)
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