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Papst fordert Ende der Gewalt in Syrien -
- Benedikt hilft bei Kirchenrestaurierung in Algerien -
- USA: Verfahren gegen Vatikan eingestellt -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von
Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN
DES TAGES:
Papst: „Schluss mit der Gewalt in Syrien!“
Benedikt XVI. ruft zu einem Ende der Gewalt in Syrien
auf. Beim Angelusgebet am Petersplatz drängte er die streitenden Parteien in
Syrien, „vor allem die politischen Autoritäten“, zum Dialog. Der Papst sprach
von „legitimen Wünschen der verschiedenen Komponenten der Nation“ in Syrien,
ohne das allerdings im einzelnen auszuführen. Es müsse auch „dringend auf die
Wünsche der internationalen Gemeinschaft geantwortet werden“, die „in Sorge“
sei „über das Wohlergehen der Region“, so Benedikt. Ausdrücklich beklagte der
Papst, dass bei dem Konflikt auch viele Kinder ums Leben gekommen sind; UNICEF
spricht von über 400 getöteten Minderjährigen. (rv)
Hier mehr
vom Angelus in Text und Ton
Konferenz über Missbrauch: „eine intensive
Erfahrung“
„Es war eine starke, intensive Erfahrung, auch in
geistlicher Hinsicht.“ Das sagt der Sprecher von Papst Benedikt über den
Kongress zum Thema Missbrauch, der in den letzten Tagen an der Päpstlichen
Universität Gregoriana in Rom stattgefunden hat. Multiplikatoren aus der ganzen
Weltkirche hatten daran teilgenommen – und in einer römischen Kirche auch eine
Art Mea Culpa für das Versagen vieler Kirchenleute im Umgang mit
Missbrauchsfällen formuliert. „Nach dem Skandal-Notstand gehen wir jetzt über
zu einer kohärenten, entschiedenen Initiative für Kinderschutz in der Kirche,
der Gesellschaft, der Welt“, formuliert Jesuitenpater Federico Lombardi. Die
„Frankfurter Allgemeine“ stufte das Symposium in einem Leitartikel vor ein paar
Tagen als „historisch“ ein. (rv)
Hier mehr in
Text und Ton
Algerien: Papst hilft bei Restaurierung von
Augustinusbasilika
Dafür greift auch der Papst zum Portemonnaie: Benedikt
XVI. hilft bei der Finanzierung von Restaurierungsarbeiten an der
Augustinuskirche von Annaba. Der Bau vom Anfang des 20. Jahrhunderts steht in
Algerien – in der Nähe der Ruinen der antiken Stadt Hippo, deren Bischof der
heilige Augustinus einst war. Christen gibt es hier fast keine mehr, aber immer
wieder kommen doch Pilger zur Wirkungsstätte von Papst Benedikts wohl liebstem
Heiligen. Der heutige Bischof von Constantine-Hippo, Paul Desfarges, nennt die
Augustinusbasilika „ein starkes Symbol für friedliches Zusammenleben mit
Muslimen“. Er beklagt allerdings fehlende Religionsfreiheit, vor allem bei der
Bekehrung von Muslimen zum Christentum. (rv)
Hier mehr in
Text und Ton
Andy Warhol und die Ikonen der Moderne
Andy Warhol war eine „tiefe, wiewohl stets
verborgen gehaltene Frömmigkeit“ zu eigen, sein Schaffen war geprägt von seiner
„Verwurzelung in der byzantinisch-katholischen Kirche“. Darauf macht die
deutsche Jesuitenzeitschrift „Stimmen der Zeit“ in ihrer jüngsten Ausgabe zum
25. Todestag des berühmten Pop-Art-Künstlers aufmerksam. Warhols Porträts
berühmter Stars griffen die Ikonographie der Ostkirche auf, sein Stilmittel der
Wiederholung erinnere an die orthodoxe Liturgie, heißt es im Artikel „Moderne
Ikonen“ der Kunsthistorikerin Ruth Langenberg. Warhol starb am 22. Februar 1987
an den Folgen einer Gallenblasenoperation und wurde in seiner Geburtsstadt
Pittsburgh auf dem byzantinisch-katholischen Friedhof beigesetzt. (kap)
Hier mehr in Text
und Ton
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REDEN
ÜBER GOTT UND DIE WELT:
„Anhand von Texten gnadenlos fragen“: Klaus
Berger über die Weise, sich heute Jesus zu nähern
Professor Klaus Berger ist einer der kantigsten
Exegeten deutscher Zunge. Berühmt ist sein „Jesus“-Buch, das er als Ergebnis
eines Lebens voller Forschung für Jesus-Sucher geschrieben hat, berühmt ist
auch seine Sammlung von Evangelientexten und anderen frühchristlichen Schriften
in neuer Übersetzung und neuer zeitlicher Ordnung. Er war und ist nie um
Meinung und Aussage verlegen: „Die Theologen selber haben alles getan,
um Jesus verschwinden zu lassen“, meinte er jetzt im Gespräch mit unserem
Redaktionsleiter Pater Bernd Hagenkord SJ in Rom. „Sie haben ihn bestenfalls
einen Sozialrevolutionär sein lassen oder einen Bauernführer – da sind die
abenteuerlichsten Jesusbilder entstanden. Die Flut der Jesusliteratur war kein
Segen, sondern hat die Menschen tiefgreifend verwirrt.“ (rv)
Hier unser
ausführliches Interview mit Klaus Berger, in Text und Ton
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DIE
NACHRICHTEN:
Vatikan
In Rom beginnt am Montag ein großes gemeinsames Symposion europäischer und
afrikanischer Bischöfe. Es soll zu mehr pastoraler Zusammenarbeit der
Kirche auf den beiden Kontinenten verhelfen. Insgesamt werden rund 70
delegierte Bischöfe katholischer Bischofskonferenzen sowie Vertreter
vatikanischer Kurienbehörden und von Hilfswerken wie „Kirche in Not“ und
„Missio“ in Rom erwartet. Die Beziehungen zwischen der Kirche in Afrika und
Europa dürften nicht allein auf Geldflüsse aus Europa für Sozialprojekte in
Afrika reduziert werden, betonte vor der Konferenz Duarte da Cunha,
Generalsekretär des „Rats der Europäischen Bischofskonferenzen“ (CCEE). Afrika
brauche weiterhin europäische Missionare, während wiederum Europa vom
„fröhlichen Glauben“ der Gemeinden Afrikas lernen könne, so da Cunha. (kap)
Europa
Deutschland
Eine „bessere Gesprächskultur“ und die Fähigkeit zu „angstfreier
Kommunikation“ wünscht sich der Präsident des Zentralkomitees der deutsche
Katholiken (ZdK), Alois Glück, von der Kirche. Zwar erlebe er nach dem
Missbrauchsskandal eine Gesprächsqualität zwischen ZdK und Deutscher
Bischofskonferenz, die „vor zwei oder drei Jahren so nicht denkbar gewesen
wäre“, sagte Glück am Samstag bei einer Podiumsdiskussion in Erfurt. Dies müsse
sich aber in der Breite fortsetzen. Wenn es keinen Raum für das offene Gespräch
und eine innere Lebendigkeit gebe, dann werde die Kirche „auf Dauer nichts
Lebendiges nach außen ausstrahlen“. Der Erfurter Bischof Joachim Wanke
erinnerte daran, dass die Kirche sich immer wieder in Krisen befinde. So sei
auch beim Zusammenbruch der alten Reichskirche und der Säkularisierung 1805
nicht absehbar gewesen, wie es weitergehe. Wanke sprach sich dafür aus, stärker
in Personen zu investieren. (kna)
Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), zeigt
sich alarmiert über eine zunehmend gewalttätige Christenverfolgung in mehreren
Ländern. Wie das Nachrichtenmagazin „FOCUS“ berichtet, will der
CDU-Politiker das Thema jetzt bei den Vereinten Nationen zur Sprache bringen.
Deshalb reist er mit dem Justiziar der Fraktion, Michael Grosse-Brömer, nach
New York, wo er am Montag UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon treffen wird. Kauder
will darauf drängen, dass die Christenverfolgung in der UNO-Generalversammlung
zu einem vorrangigen Thema wird. (kna)
Deutsche Bischöfe haben sich sich für eine Aufwertung der Pflege und der
Pflegeberufe ausgesprochen. Es gelte, einen Pflegenotstand zu verhindern,
„bei dem die Armen, die Schwachen, die Kranken und besonders die Alten und
Dementen auf der Strecke bleiben“. Das sagte der Münchner Kardinal Reinhard
Marx bei einem Gottesdienst zum Welttag der Kranken in München. Die Seelsorge
müsse solche Menschen in den Mittelpunkt der Gemeinde holen. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch sagte,
Krankenhäuser dürften nicht allein dem Diktat der Wirtschaftlichkeit
unterliegen. Sie müssten auch „den unbezahlbaren Wert menschlicher Zuwendung“
ermöglichen. „Pflege unter Zeitdruck steht immer in Gefahr, zur reinen
Versorgung zu werden.“ (kna)
Asien
Burma
Dem Regime ist an einem „dauerhaften Frieden“ mit
den ethnischen Minderheiten gelegen. Das
versicherte Präsident Thein Sein, ein früherer General, jetzt gegenüber Burmas
staatlichen Medien. Für den Aufbau der Nation würden alle Kräfte im Land
gebraucht. Er wolle in Burma „weiter auf friedliche Weise die Demokratie
aufbauen“. Das Regime hatte im Frühjahr eine Militäroffensive gegen Rebellen vom
Volk der Karen, unter denen es viele Christen gibt, eingestellt und
Friedensverhandlungen aufgenommen. (afp)
Amerika
Vereinigte Staaten
In Milwaukee steht ein Verfahren gegen Papst Benedikt und andere hohe
Kirchenführer vor dem Aus. Die Anwälte, die die Vatikanspitze wegen
Verantwortung für Kindesmissbrauch durch einen Priester belangen wollten,
ließen die Anklage am Freitag fallen. Die Anklage hatte 2010 auf dem Höhepunkt
von kirchlichen Missbrauchsskandalen für reichlichen Wind gesorgt.
Vatikananwalt Jeffrey Lena begrüßte die Einstellung des aus seiner Sicht „von
Anfang an gegenstandslosen“ Verfahrens. Nach Angaben von ap hat die Anklage
seinerzeit dafür gesorgt, dass die öffentliche Aufmerksamkeit in Sachen Umgang
mit Missbrauchsfällen von den US-Bischöfen weg- und zum Vatikan hingelenkt
worden sei. - Der Priester Lawrence Murphy, 1998 gestorben, soll im Lauf von
über 30 Jahren mehr als 200 Jungen an einer Schule für Gehörlose in Milwaukee
sexuell missbraucht haben. Die Anklage gegen den Vatikan hatte argumentiert,
nicht der jeweilige Ortsbischof, sondern die Kirchenspitze sei
Letztverantwortlicher für den Umgang mit solchen Fällen. (ap)
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Die Quellen unserer
Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna,
Kathpress, Ansa,
Efe, Afp,
Kipa, Reuters,
Ap, Adnkronos,
Upi, Cns,
Ucanews, Misna,
Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung
in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur
persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus
unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern
nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder
Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite
hören.
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Programmvorschau:
Heute Abend, 12.02. Reden
über Gott und Welt - Wer ist Jesus heute?
Ein
Interview mit dem Exegeten Klaus Berger
Montag Abend, 13.02.2012:
Weltkirchen-Magazin
Thema u.a.: Der heilige Augustinus, die Muslime und
Algeriens kleine christliche Herde, ein Gespräch mit Bischof Desfarges von
Constantine
Dienstag Abend, 14.02.2012: Radioakademie (Teil 3)
Auf den Spuren des heiligen Petrus in Rom Wie authentisch ist das Petrusgrab
unter der Vatikanbasilika? Unsere Redakteurin Gudrun Sailer im Gespräch mit dem
Experten Stefan Heid
Mittwoch Abend, 15.02.2012: Die Woche in
Rom
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Nachrichtenarchiv
von Radio Vatikan
Radio Vatikan sendet täglich:
16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“ (KW 5885, 7190, 7250, 9645)
20.20 Uhr „Magazin“: (1530 kHz, 4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)
6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag (1530 kHz,
4005 kHz, 7250 kHz)
Radio Vatikan ist außerdem zu
hören bei:
· Radio Horeb um 16.00
und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz -
analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg
106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über
Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel
in der Schweiz und Satellit.
· World-Radio-Network um
8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38
MHz).
· Radio Stephansdom um
19.30 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.
· Radio Grüne Welle um
6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich
um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im
Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
Im Internet:
Die deutschsprachigen Sendungen sind online live und auf Abruf
zu hören unter: www.radiovaticana.de.
Das Vier-Monatsprogramm können Sie anfordern bei: Winfried
Aufterbeck, Wiesenstr. 9a, D-40878 Ratingen. - Tel.: 0 21 02 / 711711 Fax: 0 21
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