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Tagesmeldungen vom 12.2.2012

- Papst fordert Ende der Gewalt in Syrien -
- Benedikt hilft bei Kirchenrestaurierung in Algerien -
- USA: Verfahren gegen Vatikan eingestellt -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Papst: „Schluss mit der Gewalt in Syrien!“
Benedikt XVI. ruft zu einem Ende der Gewalt in Syrien auf. Beim Angelusgebet am Petersplatz drängte er die streitenden Parteien in Syrien, „vor allem die politischen Autoritäten“, zum Dialog. Der Papst sprach von „legitimen Wünschen der verschiedenen Komponenten der Nation“ in Syrien, ohne das allerdings im einzelnen auszuführen. Es müsse auch „dringend auf die Wünsche der internationalen Gemeinschaft geantwortet werden“, die „in Sorge“ sei „über das Wohlergehen der Region“, so Benedikt. Ausdrücklich beklagte der Papst, dass bei dem Konflikt auch viele Kinder ums Leben gekommen sind; UNICEF spricht von über 400 getöteten Minderjährigen. (rv)
Hier mehr vom Angelus in Text und Ton

Konferenz über Missbrauch: „eine intensive Erfahrung“
„Es war eine starke, intensive Erfahrung, auch in geistlicher Hinsicht.“ Das sagt der Sprecher von Papst Benedikt über den Kongress zum Thema Missbrauch, der in den letzten Tagen an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom stattgefunden hat. Multiplikatoren aus der ganzen Weltkirche hatten daran teilgenommen – und in einer römischen Kirche auch eine Art Mea Culpa für das Versagen vieler Kirchenleute im Umgang mit Missbrauchsfällen formuliert. „Nach dem Skandal-Notstand gehen wir jetzt über zu einer kohärenten, entschiedenen Initiative für Kinderschutz in der Kirche, der Gesellschaft, der Welt“, formuliert Jesuitenpater Federico Lombardi. Die  „Frankfurter Allgemeine“ stufte das Symposium in einem Leitartikel vor ein paar Tagen als „historisch“ ein. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

Algerien: Papst hilft bei Restaurierung von Augustinusbasilika
Dafür greift auch der Papst zum Portemonnaie: Benedikt XVI. hilft bei der Finanzierung von Restaurierungsarbeiten an der Augustinuskirche von Annaba. Der Bau vom Anfang des 20. Jahrhunderts steht in Algerien – in der Nähe der Ruinen der antiken Stadt Hippo, deren Bischof der heilige Augustinus einst war. Christen gibt es hier fast keine mehr, aber immer wieder kommen doch Pilger zur Wirkungsstätte von Papst Benedikts wohl liebstem Heiligen. Der heutige Bischof von Constantine-Hippo, Paul Desfarges, nennt die Augustinusbasilika „ein starkes Symbol für friedliches Zusammenleben mit Muslimen“. Er beklagt allerdings fehlende Religionsfreiheit, vor allem bei der Bekehrung von Muslimen zum Christentum. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

Andy Warhol und die Ikonen der Moderne
Andy Warhol war eine „tiefe, wiewohl stets verborgen gehaltene Frömmigkeit“ zu eigen, sein Schaffen war geprägt von seiner „Verwurzelung in der byzantinisch-katholischen Kirche“. Darauf macht die deutsche Jesuitenzeitschrift „Stimmen der Zeit“ in ihrer jüngsten Ausgabe zum 25. Todestag des berühmten Pop-Art-Künstlers aufmerksam. Warhols Porträts berühmter Stars griffen die Ikonographie der Ostkirche auf, sein Stilmittel der Wiederholung erinnere an die orthodoxe Liturgie, heißt es im Artikel „Moderne Ikonen“ der Kunsthistorikerin Ruth Langenberg. Warhol starb am 22. Februar 1987 an den Folgen einer Gallenblasenoperation und wurde in seiner Geburtsstadt Pittsburgh auf dem byzantinisch-katholischen Friedhof beigesetzt. (kap)
Hier mehr in Text und Ton

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REDEN ÜBER GOTT UND DIE WELT:

„Anhand von Texten gnadenlos fragen“: Klaus Berger über die Weise, sich heute Jesus zu nähern
Professor Klaus Berger ist einer der kantigsten Exegeten deutscher Zunge. Berühmt ist sein „Jesus“-Buch, das er als Ergebnis eines Lebens voller Forschung für Jesus-Sucher geschrieben hat, berühmt ist auch seine Sammlung von Evangelientexten und anderen frühchristlichen Schriften in neuer Übersetzung und neuer zeitlicher Ordnung. Er war und ist nie um Meinung und Aussage verlegen: „Die Theologen selber haben alles getan, um Jesus verschwinden zu lassen“, meinte er jetzt im Gespräch mit unserem Redaktionsleiter Pater Bernd Hagenkord SJ in Rom. „Sie haben ihn bestenfalls einen Sozialrevolutionär sein lassen oder einen Bauernführer – da sind die abenteuerlichsten Jesusbilder entstanden. Die Flut der Jesusliteratur war kein Segen, sondern hat die Menschen tiefgreifend verwirrt.“ (rv)
Hier unser ausführliches Interview mit Klaus Berger, in Text und Ton

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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

In Rom beginnt am Montag ein großes gemeinsames Symposion europäischer und afrikanischer Bischöfe. Es soll zu mehr pastoraler Zusammenarbeit der Kirche auf den beiden Kontinenten verhelfen. Insgesamt werden rund 70 delegierte Bischöfe katholischer Bischofskonferenzen sowie Vertreter vatikanischer Kurienbehörden und von Hilfswerken wie „Kirche in Not“ und „Missio“ in Rom erwartet. Die Beziehungen zwischen der Kirche in Afrika und Europa dürften nicht allein auf Geldflüsse aus Europa für Sozialprojekte in Afrika reduziert werden, betonte vor der Konferenz Duarte da Cunha, Generalsekretär des „Rats der Europäischen Bischofskonferenzen“ (CCEE). Afrika brauche weiterhin europäische Missionare, während wiederum Europa vom „fröhlichen Glauben“ der Gemeinden Afrikas lernen könne, so da Cunha. (kap)

Europa

Deutschland
Eine „bessere Gesprächskultur“ und die Fähigkeit zu „angstfreier Kommunikation“ wünscht sich der Präsident des Zentralkomitees der deutsche Katholiken (ZdK), Alois Glück, von der Kirche. Zwar erlebe er nach dem Missbrauchsskandal eine Gesprächsqualität zwischen ZdK und Deutscher Bischofskonferenz, die „vor zwei oder drei Jahren so nicht denkbar gewesen wäre“, sagte Glück am Samstag bei einer Podiumsdiskussion in Erfurt. Dies müsse sich aber in der Breite fortsetzen. Wenn es keinen Raum für das offene Gespräch und eine innere Lebendigkeit gebe, dann werde die Kirche „auf Dauer nichts Lebendiges nach außen ausstrahlen“. Der Erfurter Bischof Joachim Wanke erinnerte daran, dass die Kirche sich immer wieder in Krisen befinde. So sei auch beim Zusammenbruch der alten Reichskirche und der Säkularisierung 1805 nicht absehbar gewesen, wie es weitergehe. Wanke sprach sich dafür aus, stärker in Personen zu investieren. (kna)
Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder (CDU), zeigt sich alarmiert über eine zunehmend gewalttätige Christenverfolgung in mehreren Ländern. Wie das Nachrichtenmagazin „FOCUS“ berichtet, will der CDU-Politiker das Thema jetzt bei den Vereinten Nationen zur Sprache bringen. Deshalb reist er mit dem Justiziar der Fraktion, Michael Grosse-Brömer, nach New York, wo er am Montag UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon treffen wird. Kauder will darauf drängen, dass die Christenverfolgung in der UNO-Generalversammlung zu einem vorrangigen Thema wird. (kna)
Deutsche Bischöfe haben sich sich für eine Aufwertung der Pflege und der Pflegeberufe ausgesprochen. Es gelte, einen Pflegenotstand zu verhindern, „bei dem die Armen, die Schwachen, die Kranken und besonders die Alten und Dementen auf der Strecke bleiben“. Das sagte der Münchner Kardinal Reinhard Marx bei einem Gottesdienst zum Welttag der Kranken in München. Die Seelsorge müsse solche Menschen in den Mittelpunkt der Gemeinde holen. Der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch sagte, Krankenhäuser dürften nicht allein dem Diktat der Wirtschaftlichkeit unterliegen. Sie müssten auch „den unbezahlbaren Wert menschlicher Zuwendung“ ermöglichen. „Pflege unter Zeitdruck steht immer in Gefahr, zur reinen Versorgung zu werden.“ (kna)

Asien

Burma
Dem Regime ist an einem „dauerhaften Frieden“ mit den ethnischen Minderheiten gelegen. Das versicherte Präsident Thein Sein, ein früherer General, jetzt gegenüber Burmas staatlichen Medien. Für den Aufbau der Nation würden alle Kräfte im Land gebraucht. Er wolle in Burma „weiter auf friedliche Weise die Demokratie aufbauen“. Das Regime hatte im Frühjahr eine Militäroffensive gegen Rebellen vom Volk der Karen, unter denen es viele Christen gibt, eingestellt und Friedensverhandlungen aufgenommen. (afp)

Amerika

Vereinigte Staaten
In Milwaukee steht ein Verfahren gegen Papst Benedikt und andere hohe Kirchenführer vor dem Aus. Die Anwälte, die die Vatikanspitze wegen Verantwortung für Kindesmissbrauch durch einen Priester belangen wollten, ließen die Anklage am Freitag fallen. Die Anklage hatte 2010 auf dem Höhepunkt von kirchlichen Missbrauchsskandalen für reichlichen Wind gesorgt. Vatikananwalt Jeffrey Lena begrüßte die Einstellung des aus seiner Sicht „von Anfang an gegenstandslosen“ Verfahrens. Nach Angaben von ap hat die Anklage seinerzeit dafür gesorgt, dass die öffentliche Aufmerksamkeit in Sachen Umgang mit Missbrauchsfällen von den US-Bischöfen weg- und zum Vatikan hingelenkt worden sei. - Der Priester Lawrence Murphy, 1998 gestorben, soll im Lauf von über 30 Jahren mehr als 200 Jungen an einer Schule für Gehörlose in Milwaukee sexuell missbraucht haben. Die Anklage gegen den Vatikan hatte argumentiert, nicht der jeweilige Ortsbischof, sondern die Kirchenspitze sei Letztverantwortlicher für den Umgang mit solchen Fällen. (ap)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 12.02. Reden über Gott und Welt - Wer ist Jesus heute?
Ein Interview mit dem Exegeten Klaus Berger

Montag Abend, 13.02.2012: Weltkirchen-Magazin
Thema u.a.: Der heilige Augustinus, die Muslime und Algeriens kleine christliche Herde, ein Gespräch mit Bischof Desfarges von Constantine

Dienstag Abend, 14.02.2012: Radioakademie (Teil 3)
Auf den Spuren des heiligen Petrus in Rom Wie authentisch ist das Petrusgrab unter der Vatikanbasilika? Unsere Redakteurin Gudrun Sailer im Gespräch mit dem Experten Stefan Heid

Mittwoch Abend, 15.02.2012: Die Woche in Rom

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:

16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“ (KW 5885, 7190, 7250, 9645)

20.20 Uhr „Magazin“: (1530 kHz, 4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag (1530 kHz, 4005 kHz, 7250 kHz)

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.

· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.

· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.

· World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).

· Radio Stephansdom um 19.30 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.

· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)

· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind online live und auf Abruf zu hören unter: www.radiovaticana.de.

Das Vier-Monatsprogramm können Sie anfordern bei: Winfried Aufterbeck, Wiesenstr. 9a, D-40878 Ratingen. - Tel.: 0 21 02 / 711711 Fax: 0 21 02 / 2 14 13, E-mail: aufterbeck@radiovaticana.de

Post: Radio Vatikan - sezione tedesca, I-00120 Città del Vaticano
Fax: 0039 - 06 - 6988 3844
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